Der Zauber des Anfangs

Am ersten Tag nach den Ferien blickte ich im Morgenkreis in viele strahlende Augen. Das Begrüßungslied “Hallo, Hallo“ wurde mit lauten Stimmen und strahlenden Gesichtern gesungen. Die Kinder winkten sich gegenseitig zu und schauten immer mal wieder ein bisschen schüchtern nach links und nach rechts, ob auch wirklich alle wieder da sind. Die Freude des Wiedersehens war ihnen richtig anzusehen. Spätestens jetzt war der Trennungsschmerz von Mama und Papa vergessen.  Drei Kinder haben noch ein bisschen Urlaub gemacht. Das ist allen „Fischen“ direkt aufgefallen. Danach wurde jedes Kind einzeln mit verschiedenen Bewegungen und Gesang begrüßt. Die Kinder haben begeistert mitgemacht. Sie haben geklatscht, gerollt, gepatscht und gelacht. Es lag eine ganz besondere Stimmung in der Luft. Es war aufregend, ob nach den Ferien auch alle Freunde wieder da sind und ob alles noch so ist, wie es vor den Ferien verlassen wurde. Ein Kind sah ein bisschen anders aus, es war in den Ferien beim Friseur und die Erzieherin hat neue Hausschuhe. Das wurde alles sofort bemerkt. Aber vor allem gab es Freude- Freude sich wieder zu sehen, mit einander zu spielen und den Krippentag mit all seinen Ritualen zu erleben. Nach dem Morgenkreis haben die Kinder ausgiebig im Freispiel miteinander gespielt.

Zum Mittagessen gab es zur Freude aller Spaghetti Bolognese, die Kinder haben es genossen mit ihren Freunden am Tisch zu sitzen. Nach dem Mittagessen haben sich die Kinder bei der Bücherzeit das geliebte „Ella-Buch“ gewünscht. Es war zu spüren, dass es die Kinder genossen haben den Tag wieder mit uns zu verbringen. Auch wenn die Jüngeren es sprachlich noch nicht so ausdrücken konnten, war es ihnen durchaus an zu sehen. Als ich anfing zu lesen, wurde es ganz still, die Kinder kamen auf den Teppich zur Ruhe und lauschten ganz gespannt wie sich Ella den Schlafanzug anzieht- den grünen mit den weißen Pünktchen, wie sich dann die Zähne putzt und ihren Teddy ein bisschen schimpfen muss, weil er seine Zähne nicht putzen möchte. Die “Großen“ konnten so gut wie jedes Wort mitlesen. Die „Kleinen“ hingen an unseren Lippen und hörten ganz genau zu.  Am Ende des Buches riefen alle wie aus einem Munde: „Gute Nacht liebe Ella, gute Nacht lieber Teddy“

Dann wuselten die Kinder durcheinander in den Schlafraum. Jeder legte sich in sein Bett (das natürlich wieder an derselben Stelle wie vor den Ferien stand) und dann schliefen alle nach und nach ein. Die meisten Fische-Kinder schliefen an diesem Tag besonders lange, weil so ein Tag nach den Ferien ganz schön aufregend ist und es viel zu erleben gab. Es ist einfach schön wieder hier zu sein…

Autor: Sarah Lesch