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Die Frau, die für benachteiligte Kinder kämpft

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Mit Leidenschaft Erzieherin: Dorothea Gollwitzer sieht Integration nicht als Gnade, sondern als Menschenrecht

[Quelle: MainPost vom 20.März 2009, Autorin Gisela Rauch; Bildunterzeile: Klarer Blick, klare Worte: Dorothea Gollwitzer.  FOTO Theresa Müller] 

Die Kinder der Würzburger Jenaplan-Schule haben ihre Rädchen mitgebracht, um zur Fahrradprüfung anzutreten. Nur ein Kind, ein Mädchen, fährt nicht Rad, sondern Roller. Sie ist behindert; noch übersteigt das Radfahren ihre Fähigkeiten. Dann könne sie die Prüfung nicht ablegen; sie dürfe dabei aber gerne „ein kleiner Helfer“ sein, sagt freundlich ein Polizist.

 

Frag-würdig Neue Jenaplan-Schule

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n/a Würzburg Klaus Bernegau (44) ist Vater von zwei Kindern, Betriebswirt und ehrenamtlicher Geschäftsführer der Jenaplan-Schule, die ab kommendem Schuljahr in der ehemaligen Hauger Schule 150 Kinder von der ersten bis zur achten Jahrgangsstufe nach der Pädagogik des Jenaer Professors Peter Petersen unterrichten will. Heute Abend findet um 20 Uhr in der Turnhalle der Hauger Schule (Wallgasse) ein Infoabend zum Anmelde- und Aufnahmeverfahren statt. Frage: Herr Bernegau, was ist eine Jenaplan-Schule? klaus bernegau: Jenaplan bedeutet, dass man einem Kind selbst die Zeit gibt, sich zu entwickeln. Bei uns gibt es keine starren 45-minütigen Schulstunden, in denen die Kinder etwas Bestimmtes lernen müssen. Deshalb gibt es bei uns keine Stunden-, sondern Wochenpläne, in denen festgelegt wird, mit was sich das Kind beschäftigt. Gibt es bei Ihnen keinen klassischen Tafelunterricht? bernegau: Doch, den gibt es auch. Jenaplan-Pädagogik ist ein offenes System und lässt alle Unterrichtsmethoden, die man auch aus der eigenen Schulzeit kennt, zu. Es gibt Frontalunterricht, es gibt Projekt- und Gruppenarbeit. Und es kann auch mal sein, dass sich der Lehrer ganz aus dem Unterricht zurücknimmt. Wie grenzt sich Jenaplan von Montessori und Waldorf ab? bernegau: Unser entscheidendes Kriterium ist: Wir bieten Abschlüsse und Anschlüsse. An der Jenaplan- Schule kann man sämtliche staatliche Abschlüsse machen - und daher hat man Anschlussmöglichkeiten für später. Ein Kind einer Jenaplan-Schule kann also ohne großen Aufwand an ein Gymnasium wechseln. Zwar gibt es bei uns bis zur sechsten Jahrgangsstufe keine Ziffernnoten, aber wenn jemand übertreten will, dann machen wir das. Ich möchte das aber nicht als Abgrenzung sehen. Wir machen Schule nicht besser, sondern anders. Wer darf die Schule besuchen? Und was kostet sie? bernegau: Unser Ursprungsgedanke ist: Schule für alle. Wir nehmen auch Kinder, die wegen eines Handicaps normalerweise nicht regelbeschulungsfähig wären. Wir können aber nicht alle nehmen, die wollen. Dafür werden die Kapazitäten nicht reichen. Als monatliches Schulgeld haben wir für die nächsten zwei Jahre 140 Euro festgelegt. Für eine Nachmittagsbetreuung kommen noch mal bis zu 70 Euro dazu. Wer darf bei Ihnen arbeiten? Lehrer von staatlichen Schulen? bernegau: Bei uns gelten für Lehrer die gleichen Voraussetzungen wie an staatlichen Schulen. Bei uns arbeiten Lehrkräfte von staatlichen und von anderen reformpädagogischen Schulen. Die bekommen dann einen Jenaplan-Crashkurs. Wir haben auch schon etliche Bewerbungen auf die Stellenanzeigen aus ganz Deutschland bekommen. Autor: Das Gespräch führte DANIEL STAFFEN [Mainpost, 09.05.2006]

 

Jenaplan: Neue Schule in Würzburg Elterninitiative setzt Reformpädagogik um

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n/a Würzburg (san) Im September 2006 startet die Jenaplan-Schule Würzburg. 150 Kinder der Jahrgänge eins bis acht werden in den Räumen der ehemaligen Hauger Schule in sechs Stammgruppen nach dem Konzept der Jenaplan-Pädagogik unterrichtet, so die Schulgründer in einer Pressemitteilung. Diese Pädagogik geht auf Professor Peter Petersen (1884 - 1952) zurück. Das Schulprojekt entwickelte sich aus einer Elterninitiative um Klaus Bernegau, Britta Westen, Rainer Scheuplein, Eva Müller und Christine Behringer. Ziel war eine Schule, die sich der Reformpädagogik verpflichtet fühlt und ein durchgängiges pädagogisches Konzept von der ersten bis zur 12. Jahrgangsstufe bereit hält. Kinder unterschiedlichen Alters sollten je nach ihren Kenntnissen in Lerngruppen unterrichtet werden. Dazu kommen Ganztagesbetreuung und engagierte Mitarbeit der Eltern. Anfang Mai erfolgte der positive Bescheid der Regierung von Unterfranken. "Die Jenaplan-Schule Würzburg wird dazu beitragen, die schulische Bildungslandschaft in Unterfranken zu bereichern und fühlt sich der Philosophie aller Jenaplan-Schulen verpflichtet: Gute Leistungen und Qualität, aber immer unter pädagogischen Vorzeichen", so die Schulgründer. Info-Abend Über Anmelde- und Aufnahmeverfahren informieren die Schulgründer am Dienstag, 9. Mai, um 20 Uhr in der Turnhalle der Hauger Schule Würzburg. www.jenaplan-schule- wuerzburg.de [Mainpost, 06.05.2006]
 

Neue Schule nach Jenaplan Infoabend in Würzburg am 7. Dezember

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n/a Würzburg (san) In Würzburg wird eine neue Schule für Reformpädagogik nach dem Konzept des Jenaplans gegründet. Die Jenaplan- Pädagogik ist neben der Montessori- und der Waldorf-Pädagogik der am weitesten verbreitete Ansatz in der Reformpädagogik, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiatoren. Es sei geplant, ab dem Schuljahr 2006/2007 mit mehreren jahrgangsgemischten Stammgruppen und dem Angebot der Ganztagsbetreuung zu beginnen. Später soll die Schule die Kinder von der 1. bis zur 12. Jahrgangsstufe begleiten und alle Schulabschlüsse bis zum Abitur ermöglichen, so Klaus Bernegau, Sprecher und Mit-Initiator. Die Schule nach der Pädagogik von Professor Peter Petersen (Jena) ist Lebensraum und Ort der Bildung für alle Kinder. Sie schafft die Möglichkeiten, Kompetenzen zu entwickeln und junge Menschen in der Entfaltung und Stärkung ihrer gesamten Person zu fördern. Die Gründer der neuen Schule informieren interessierte Eltern und Kinder über Konzept und Ziele der ersten Reformschule nach dem Jenaplan in Unterfranken am 7. Dezember 2005 und am 16. Januar 2006 um 20 Uhr in der Hauger Schule, Wallgasse 10, in Würzburg. Wegen der Planung bitten die Initiatoren um Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder per Fax an (09 31)79 01 63. Aktuelle Informationen unter www.jenaplan-schule- wuerzburg.de [Mainpost, 24.11.2005]

 

Jenaplan: Jetzt schon 165 Schüler

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Ausbau der Obergruppe - Bald auch Vorschule
Würzburg (aj) Die Jenaplan-Schule ist im zweiten Jahr ihres Bestehens kräftig gewachsen. Nach dem Start der Schule nach der Reformpädagogik von Peter Petersen im September vor einem Jahr mit 97 Schülerinnen und Schülern in vier Stammgruppen der Jahrgangsstufen 1 bis 7 zählt man im zweiten Schuljahr bereits 165 Schüler in sieben Stammgruppen. Eingemietet ist die Jenaplan-Schule, sie ist erst die zweite in Bayern, in der früheren Hauger Schule. Das Personal hat man mittlerweile auf 24 Mitarbeiter aufgestockt. Besondere Merkmale der Jenaplan-Pädagogik sind unter anderem der gemeinsame Unterricht verschiedener Jahrgangsstufen, natürliches Lernen (Gespräch, Arbeit, Spiel, Feiern), die Vermittlung von Sozial- und Schlüsselkompetenzen sowie das Lernen in gemeinsamen Projekten. Für die Jahrgangsstufe 8 hat nun die Vorbereitung zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss (Quali) begonnen. Im Schuljahr 2008/09 werden die Lehrkräfte der Obergruppen auch auf die Mittlere Reife vorbereiten. Ab Herbst 2011 will man sogar eine Fachoberschule integrieren. Sie soll, so die Absicht der Schulverantwortlichen, ausschließlich mit Schülern der Würzburger Jenaplan-Schule starten. Dazu werden mindestens 16 Schüler benötigt. Nur als absolute Ausnahme, so heißt es in einer Mitteilung, sollen externe Schüler aufgenommen werden. Ferner ist ab Frühjahr 2008 die Eröffnung der Vorschule für Kinder vom zweiten bis sechsten Lebensjahr geplant. Damit soll Eltern ein frühzeitiges Kennenlernen, Erleben und Auseinandersetzen mit der Pädagogik Peter Petersens sowie deren zeitgemäßer Umsetzung innerhalb ermöglicht werden. Damit will die Schule einen weiteren Baustein zu ihrer Sicherung in Würzburg setzen. Speziell hierzu findet am kommenden Dienstag, 25. September, um 15.30 Uhr in der Jenaplan-Schule (Wallgasse 10) eine Informationsveranstaltung statt. Interessierte Eltern werden gebeten, sich unter der e-Mail-Adresse "info@jenaplan-schule-wuerzburg" oder per Fax (0931) 3 20 74 95 anzumelden. [Mainpost, 22.09.2007]