Von einem Ausflug ganz besonderer Art…

Von einem Ausflug ganz besonderer Art möchten wir Ihnen jetzt berichten:

In der Adventszeit hatten die Delfinkinder im Morgenkreis einen grandiosen Einfall:

„Wir bringen Spielsachen von zu Hause mit, die der Nikolaus Kindern schenken soll, die weniger besitzen als wir.“

Wie es dazu kam?

Die Vorweihnachtszeit trudelte in den Räumlichkeiten des Kindergartens ein. Der Nikolaustag stand vor der Tür und die Kinder lauschten im Morgenkreis der Geschichte von „Mia und die Nikolausüberraschung“. Eine  Passage hatte es Lisa besonders angetan:

„Der echte Nikolaus war ein schrecklich netter Mann. Er lebte vor langer Zeit in Kleinasien, und wann immer er konnte, half er Menschen, denen es nicht gut ging, durch Zuwendung und Sachen, die sie benötigten…“

Am Ende der Geschichte hatte Lisa eine Idee:

„Ich möchte dem Nikolaus ein Stofftier schenken. Ich habe genug. Das kann er dann anderen Kindern bringen, die gar nichts besitzen.“

Tilman fand die Idee prima und wollte noch einen Malblock dazugeben. Plötzlich streckten sich viele hilfsbereite Kinderhände in die Höhe, die alle einen Beitrag leisten wollten. So wurde die Idee aufgegriffen und die Eltern wurden darüber informiert.

Wir gestalteten einen etwas größeren Schuhkarton, um die Geschenke darin zu verstauen. Sehr schnell stellte sich heraus, dass dieser Karton nicht ausreichen würde, denn in den Zimmern der Kinder wurde wahrlich aussortiert. Es kamen so viele Spielsachen bei uns an, dass wir einen ganzen Umzugskarton füllen konnten.

Nun war nur noch die Frage zu klären: Wohin damit? Hier braucht der Nikolaus unsere Unterstützung! Wen können wir mit den Geschenken, die wirklich von Herzen kommen, glücklich machen?

In einem Gespräch mit Frau Hupp und Frau Hümmer-Kozik, Mutter aus der Fischegruppe und engagiert in dem Verein „Vivovolo e.V.“, entwickelte sich die Idee, diese Spielsachen in die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Veitshöchheimer Straße zu bringen. Freitagnachmittag findet dort für zwei Stunden eine Spielgruppe statt. Dort wird gespielt und gebastelt.

Am 20. Dezember 2013 war es dann soweit. Vier Erwachsene und sechs Kinder machten sich auf den Weg zur Unterkunft, um das Paket persönlich abzugeben.

Wir wurden dort von einer Studentin in Empfang genommen und in die Räumlichkeiten des Kindertreffpunktes begleitet. Am Anfang saßen wir mit den Kindern im Stuhlkreis und spielten Kreisspiele.

Die Neugierde der Kinder war sehr groß, was wohl in dem Paket war, das mitten im Kreis stand. Es war ein Fest für die Herzen, die Freude in all den Kinderaugen zu sehen. Das Leuchten, das bei jedem Spielzeug, welches ausgepackt wurde, größer wurde. Das Lächeln, das jedem im Gesicht lag. Das Spielzeug wurde sofort von den Kindern in die Spielecke gebracht und dort mit wilder Freude bespielt.

Es war ein wunderbares Durcheinander, Spielsachen und Kinder, alle gemischt miteinander ohne sich fehl oder fremd am Platz zu fühlen. Nach zwei Stunden verabschiedeten wir uns wieder und wussten, dort sind die Präsente sinnvoll und mit großer Freude und Dankbarkeit aufgehoben.

Wir danken allen Eltern, die uns unterstützt haben und ein Leuchten in viele Kinderaugen gezaubert haben.

Autorin: Birgit Hupp

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